Zur Geschichte der Mühle...

Die 1764 erbaute Heinersdorfer Mühle blickt auf eine bis ins Hochmittelalter zurückreichende  Vergangenheit zurück.

Es ist anzunehmen, dass die Entstehehung des Ortes Heinersdorf in direktem Zusammenhang mit der Mühle steht, bzw. in ihr begründet liegt.

Erstmals erwähnt wird die Ansiedlung Heinersdorf  1169 in einem Schreiben des im Jahr 1132 gegründeten Klosters Heilsbronn.

Im Jahr 1249 bat der 9. Abt Edelwinus des Klosters Heilsbronn Papst Innozenz IV. um Bestätigung einiger Erwerbungen, darunter "Hoienarsdorf".

Im 15.Jahrhundert gelangte die Mühle in den Besitz derer "von Holzingen". Doch schon 1458 verkaufte der direkte Nachfahre, Fritz Holzinger, nach Einholung zweier Willebriefe von seinem Lehensherren Albrecht Achilles seine Besitzungen in Heinersdorf, darunter auch die Mühle. So ging die Heinersdorfer Mühle wieder in den Besitz des Klosters Heilsbronn über.

Im Jahr 1764, diese Jahreszahl findet sich sowohl auf einem erhaltenen Dachziegel als auch auf dem Türsturz, wurde das Hauptgebäude wohl im Wesentlichen neu errichtet.

Aus dieser Zeit hat sich eine eindrucksvolle dreiseitige Empore erhalten, von der aus sich der über zwei Geschosse reichende Mühlraum betrachten lässt. Er bildet einen bedeutenden Höhepunt der fränkischen Mühlenarchitektur und soll in den kommenden Jahren instandgesetzt werden.

"Im zweigeschossigen Mühlraum mit den umlaufenden Galerien lässt sich noch etwas vom Glanz des alten Mühlenzeitalters erahnen."                                            ( "Mühlen und Müller in Franken", Prof. Dr. Konrad Bedal )

Für die Qualität der barocken Ausstattung stehen auch die aufwändigen Bohlendecken sowie ein mit 1764 bezeichneter eiserner Prunkofen (Foto ganz unten), der bis in die 1980er Jahre die Obere Stube der Heinersdorfer Mühle zierte. Er befindet sich heute in der Unterschlauersbacher Mühle im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.

Bis in die 2.Hälfte des 20.Jahrhunderts hatte sich im Erdgeschoss eine Schwarzküche mit sog. "Deutschem Schlot" erhalten.

In den 1980er Jahren erfolgte unter Leitung von Professor Dr. Konrad Bedal die Erforschung und Dokumentation der Heinersdorfer Mühle.

Erwähnung fand die Heinersdorfer Mühle auch in der Literatur, so z.B umfangreich im 1984 erstmals erschienen Buch "Mühlen und Müller in Franken" sowie in "Geschichte von Kloster Heilsbronn" des Historikers Georg Muck.

 

 

                                                                       

                                                                             

 

                                                                   

                                                                            Eiserner Prunkofen der oberen Stube

                                                                                                von 1764

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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